Politik

Deutschland investiert 65 Milliarden in den Ruin

Griechenland bald pleite?

GDN - Griechenland steuert auf den größten Länderruin der Geschichte zu. Wenn am 25.01.2015 in Griechenland gewählt wird, und die Syriza unter dem Vorsitz ihres Chefs Alexis Tsipras diese Wahl gewinnt, wird es richtig teuer für Deutschland und die EU. Denn Tsipras wird den Sparkurs der Griechen aussetzen.
Die EU-Mitgliedsstaaten, unter anderem auch Deutschland, schließen es nicht mehr aus, das Griechenland in dem Fall kein Euro-Land mehr ist. Das ist aber gar nicht so einfach. Die Mitgliedschaft in der EU ist unwiderruflich. Sollte Griechenland vom Euro ausgeschlossen werden, werden sie auch aus der EU komplett ausgeschlossen. Das wird die anderen Mitgliedsstaaten eine schöne Stange Geld kosten. Alleine Deutschland bleibt dann wohl auf 65 Milliarden Euro sitzen, die sie Griechenland über den Rettungsschirm und den Strukturfonds zur Verfügung gestellt hat. Den Ausstieh aus der EU kann aber auch Alexis Tsipras nicht wollen. Dies würde die Griechen um Jahrzehnte zurück werfen. Aber vielleicht ist genau das, was mal gebraucht wird.

Ein Neuanfang mit eigener Währung und ohne die Hilfe der EU. Aber kann Griechenland das, oder wird es dann einer der größten Staatsbankrotts der Geschichte? Natürlich hat sich die EU auch Gedanken gemacht, wie man Griechenland aus der EU ausschließen kann. Die Lösung dazu ist die Nichtversorgung der Europäischen Zentralbank und das Einstellen der Hilfe aus dem EU-Rettungsschirm. Das führt unweigerlich zur Pleite Griechenlands, die ja eh nicht in der Lage sind, ihre Schulden abzutragen. Denn Tsipras hatte angedroht die Zinszahlungen einzustellen und damit gegen bestehende Auflagen der EZB, EU und IWF, also der Troika, zu verstoßen. Das führt dann unweigerlich zur Einstellung der Zahlungen an Griechenland ohne Sicherheiten.
Zwar wird von der EZB die Staatsanleihen als Sicherheit akzeptiert, aber bis zu einem gewissen Maß. Dadurch fällt es Banken schwerer neues Kapital anzuschaffen, denn die neuen Kredite, für den Fall das es welche geben sollte, kosten die Bankeneinen hohen Zinssatz. Das kann so aber nicht funktionieren, denn die Banken haben die Möglichkeit sich Geld aus einem Notfallplan zu leihen. Bei dem ganzen Schlamassel geht es für Deutschland um 65 Milliarden Euro die die Bundesregierung über Rettungsschirm und EU-Zahlungen an Griechenland geleistet hat. Bundeskanzlerin Merkel denkt mittlerweile laut über den Austritt Griechenlands nach und sagte auch das es nicht mehr unmöglich sei.
Und wen trifft dann die Krise am härtesten? Die Griechen sicher nicht, denn die werden wieder ihre eigene Währung haben. Diese setzt sich mehr oder weniger schwach auf dem Finanzmarkt fest. Es betrifft am härtesten den deutschen Steuerzahler. Denn wir müssen dann diese 65 Milliarden Euro auffangen und werden vermutlich nichts davon zurück erhalten. Naja bei all unseren Steuergräbern kommt es doch auf eines mehr oder weniger nicht an. Und so schreibt Griechenland wieder ein Stück deutsche und europäische Geschichte.
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