Politik

GDL befindet sich auf Amokfahrt

Weselskys GDL streikt erneut

GDN - Die GDL befindet sich zum sechstenmal im Ausnahmezustand Streik. Dieser ist mit fast fünf Tagen der längste der bisherigen Streiks. Die GDL nimmt Millionen Bürger als Geisel, und tanzt ihren Tarifstreit auf dem Rücken ihrer zahlenden Kunden aus. Aber ist es noch ein Tarifstreit? Nein, ist es nicht.
Zumal er gestern Abend das Schlichtungsangebot der Bahn ablehnte, und auch die indirekte Aufforderung der Regierung, den Streik abzusagen, schlichtweg ignorierte. Das schlimmste was nun passieren kann, ist, dass seiner Forderung nach Bestimmung über die Zugbegleiter und Servicekräfte, stattgegeben wird. Dann hat er die Macht, Deutschland immer still zu legen, wann er will. Dabei ist es mittlerweile ein reiner Machtkampf, denn es geht Herrn Weselsky nicht um Tarifverträge, sondern um die Macht, Deutschland mit einem einzigen Wort ins Chaos zu stürzen. Der wirtschaftliche Schaden den er mit diesen Streiks anrichtet, geht in die dreistellige Millionenhöhe.
Jeder Streiktag kostet die Wirtschaft rund 100000000 Euro, und gefährdet zusätzlich Arbeitsplätze. Darüber macht sich GDL-Chef Weselsky aber keine Gedanken. Diese Menschen sind ja nicht in seiner Gewerkschaft. Das nun viele Kunden die Fahrmöglichkeiten wechseln werden ist doch klar. Und wenn private Anbieter wie die ODEC oder die Fernbusse, nun ihr Netz noch weiter ausbauen, sieht es lange nicht mehr so gut aus für die Bahn. Wenn dann auch noch erste Lokführer wegen Arbeitsmangel entlassen werden müssen, wird sich Herr Weselsky dieses auf seine Fahne schreiben müssen. Wir wissen nicht, ob er sich der Tragweite seines Wahnsinns bewusst ist.
Der Fahrgast ist der, der am meisten darunter leidet, dass er so ein Geltungsbedürfnis hat, und so machtgeil ist. Denn auch da kann es zu menschlichen Katastrophen kommen. Nicht alle Chefs haben Verständnis wenn seine Angestellten zu spät oder gar nicht zum Dienst erscheinen. Da gibt es Abmahnungen und im schlimmsten Fall die Kündigung. Es wundert dann doch nicht, dass die betroffenen Bürger ihren Unmut darüber äußern, dass auch die Regierung da nichts gegen tut.
Das Wischi Waschi der Kanzlerin gestern Abend ist doch auch nur der hilflose Versuch, sich zu Wort zu melden. Damit soll gezeigt werden, dass auch die Politiker ihren Unmut darüber äußern. Aber auch damit ist der betroffene Bürger nicht zufrieden zu stellen. Vielen geht der Einsatz der Regierung nicht weit genug. Das Streikrecht ist im Grundrecht verankert, aber es kann auch missbraucht werden. Und genau das macht Herr Weselsky gerade. Er tritt das Grundrecht Streik mit Füßen.
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